Es war vielleicht nur ein Blick, der sich für immer im Gedächtnis eingeprägt hat und immer dann vor dem inneren Auge wieder auftaucht, wenn die Situation eh schon unangenehm ist.

Es irritiert dich vielleicht, weil es wirklich „unbedeutend“ war. Aber doch, du fühlst es noch immer in deinem Körper gespeichert.

Später war es eine Liebesbeziehung, von der du dachtest, dass sie für immer halten wird, und die dann so blöd endete. So schmerzvoll, so doof.

„Meine Güte, ist es denn nie vorbei?!“

Eine Gesellschaft, die deine Bedürfnisse nicht ernst und schon gar nicht wahrgenommen hat. Du hast gewütet und geschrien, du hast alles gegeben. Umsonst. Gebracht hat es nichts.

„Darf ich hier überhaupt noch sein?!“, fragst du dich – leise, nicht im Bewussten. Doch die Frage ist in den Zellen gespeichert, sie ist da.

Vielleicht gibt es etwas, dass du dir selbst nicht verzeihen kannst. Etwas, das seit vielen Jahren an dir nagt. Es ist dir unangenehm, peinlich.

Je nach Alter und Erfahrung haben wir alle Erlebnisse, die uns bis heute negativ berühren. Es muss nur der Name durch einen Zufall auftauchen und schon rast das Herz vor Wut, vor Traurigkeit. Manchmal kommen Tränen oder der Hals wird eng. Obwohl es doch schon so lange her ist.

Diese Wunden wurde nie angeschaut, weil die Zeit fehlte, weil der Schmerz zu groß war. Weil sie ein Teil der eigenen Identität waren.

Kann es denn nicht endlich vorbei sein?! Bitte!

Etwas erinnert an damals und wir werden wieder zu dem hilflosen Wesen, der wir einst in der vergangenen Situation waren. Die Ohnmacht wird erneut weit, der Nebel breitet sich aus. Die üblichen Mechanismen greifen und wir – rennen davon, lenken uns ab. Es klappt natürlich nur so semi, aber wir versuchen es zumindest!

Du weißt – weit gekommen sind wir damit alle nicht, denn mit uns rennt auch der Schmerz von damals hinterher.

Vielleicht ist es jetzt an der Zeit um stehen zu bleiben und zu sortieren: Worum geht es hier genau?

Wenn wir über Vergebung sprechen, denken wir oft, dass es an einem Morgen einfach weg sein wird. So zumindest die Hoffnung. Einfach aufwachen und „ES“ ist weg!

Doch leider ist die Vergebung oft ein langwieriger Prozess. Zäh. Immer präsent, manchmal rückfällig.

Mein Verständnis von Vergebung: Der Schmerz soll nicht weg, sondern weiter hinein. Komplett integriert. So lange, bis es ein Teil von uns geworden ist. Erst dann kann sich das ganze System beruhigen und wir – ehrlich aufatmen.

Wie genau es geht, warum Vergebung ein egoistischer und wichtiger Schachzug ist, und wie wir mithilfe unseres Atems den Prozess der Vergebung beschleunigen können, zeige ich dir in dieser Veranstaltung.


Bitte sorge dafür, dass du entspannt sitzen und den Inhalt aufnehmen kannst. Halte dir etwas zum Schreiben bereit und etwas, das dir gut tut (Tee, Decke, o.ä.). Wenn du während der Atemübung liegen magst, ist es völlig in Ordnung.

Es ist eine sehr tiefe und transformierende Arbeit, sei auch in den darauffolgenden Tagen gut mit dir und den hochkommenden Gefühlen.

Tickets und Anmeldung: HIER

Ich freue mich auf dich!

1. Juni 2022
19:30 Uhr (bis 22:00)
via Zoom (der Talk und Übung wird aufgezeichnet, die Q&A nicht!)

 

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