Gabrielle – (k)eine ganz normale Liebe

„Ich bin einer von euch.
Manchmal fühle ich mich mies,
ich rauche Shit, trinke Bier,
ich mache Musik mit Pierre.
Aber ich denk an die Karriere.
Ich bin ein Sänger, ein populär.“

Gabrielle, auch „Gab“ genannt, ist um die 20 und zum ersten Mal so richtig verliebt. Martin mag Gab offensichtlich auch sehr. Die beiden haben sich im Chor kennengelernt. Soweit, so schön. Der Chor ist ein Freizeitangebot einer Therapiegruppe, denn beide haben eine sogenannte geistige Behinderung. Gezeigt wird in dem Film „Gabrielle – (k)eine ganz normale Liebe“ ein ganz normaler Liebesfilm.

Keiner der Protagonisten leidet, keiner weint. Doch, aus Liebeskummer, weil die Eltern der beiden Hauptdarsteller ihre Beziehung nicht tolerieren wollen. Dabei könnte die Liebe doch so einfach sein.

Besonders ehrlich und authentisch wirkt der Film durch die Wahl der Hauptdarstellerin Gabrielle Marion-Rivard, die das Williams-Beuren-Syndrom hat und sich im Grunde selbst spielt.

Beklemmungen? Komische Sachen, neue Welten? Szenen, die schockieren oder wachrütteln sollen? Fehlanzeige. Echte Inklusion. Echte Gefühle.

Dieser wunderbare Film macht es auf eine sehr natürliche Art und Weise deutlich: Das was uns alle verbindet ist die Liebe und die Kunst.

Und: Liebe ist leicht.  

 

Anastasia Umrik

Anastasia Umrik

Bloggerin, Unternehmerin bei inkluWAS
Ich schreibe über das Leben. Ehrlich, humorvoll und überspitzt möchte ich in meinem Blog mutig sein und einen kleinen Einblick in meine Gedankenwelt geben. Dass ich im Rollstuhl sitzend schreibe, ist nur dann relevant, wenn man sich mit mir auf einen Kaffee treffen will und auf der Suche nach einer barrierefreien Location ist.
Anastasia Umrik

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