Stell dir vor, es ist Inklusionsparty und keiner geht hin

Inklusives Kino und Theater, inklusives Café, Inklusionsabende und -morgenstunden, Krabbelgruppen für „besondere Kinder“, Klassen mit „Inklusionskindern“, inklusive Wohngruppen, Inklusionskongresse und -sportveranstaltungen. Und ja, inzwischen gibt es sogar Inklusionssongs. Inklusionspartys wo eh nur Menschen mit Behinderungen, ihre Assistenten und die übermotivierten Organisatoren hingehen.

Ich ertrage es nicht mehr.

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Bloß keine Vorsätze für 2016

Während ich das hier schreibe, sind schon vier Tage des neuen Jahres um und das ist mir kaum richtig aufgefallen. Ich bin langsamer geworden. Ich nehme langsamer Abschied und ich nehme langsamer das Neue an. Das ist gut so, wohin die Eile?

Noch nie hatte ich so sehr das Gefühl, dass die Zeit schneller ist als mein Kopf. Ich bin nämlich sonst sehr schnell. Ich plane, ich mache, ich gestalte und ja, ich verliere mich sehr schnell. Dabei mag ich die Langsamkeit so sehr. In der Theorie.

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Weihnachten wie bei dem Edeka-Opa

Ach, schön, dass Du da bist! Seit gestern spinnt unser Internet irgendwie. Kannst Du mal schauen…?“

Ich hasse es. Ich hasse es wie die Pest durch die Tür meiner Eltern zu gehen und zu hoffen, nein – zu beten! – , dass deren Internet und der PC und überhaupt die ganze wenige Technik im Hause funktioniert. Ich bekomme es ja schon bei mir Zuhause kaum hin, meine Freunde richten mir meinen Drucker und mein neues Handy ein. Bei meinen Eltern bin ich der gescheiterte Techniker.

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Traumfrau ohne Rollstuhl gesucht

Ja, was soll ich sagen, es ist mir ja auch peinlich, aber es war einer dieser verregneten Tage, an denen man die Einsamkeit besonders spürt. Man sitzt in der Jogginghose und dem ältesten Hoodie vor dem Fernseher, frisst die Ikea-Torte, dessen Namen man sich nie merken kann (generell kann ich mir nie die Namen bei Ikea merken – außer „MALM“ und „PAX“) und guckt irgendeine Liebeskomödie auf SAT1, weil gerade wirklich nichts besseres läuft.

Zum Lesen zu müde. Zum Schreiben zu unkreativ. Gehirn – einfach aus. Ich fühle mich elend, einsam, esse alleine vor dem Fernseher. Bald ist auch noch Weihnachten.

„Klar, dass man hier nur interessante Frauen wie Dich trifft. Aber keine Traumfrauen.“, sagte er am Telefon. Das war unser erstes Telefonat. Ich habe ihn auf einer Singlebörse kennengelernt.

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Filmemfehlung: Dora

„Bist du eigentlich eine behinderte Schwangere oder eine schwangere Behinderte?“, fragt der Typ.

Sie wollen einen Dreier. Mit einer Schwangeren. Mit einer Frau, die eine geistige Behinderung hat und schwanger ist. Von einem Unbekannten, der nicht viel redet und wenig Tabus hat.

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Ey, hast du meinen Rollstuhl beleidigt oder was?!

Zu jedem meiner Postings, zu jedem meiner Bilder lese ich alle Kommentare. Immer.

Über jeden Einzelnen freue ich mich. Meistens.

Heute entdeckte ich Neues.

Gut, ich gebe es zu, ich war eine Stunde lang recht erschrocken. Ich konnte das nicht einordnen und überlegte mir eine Windel anzuziehen, um zumindest den Vorwürfen und Unterstellungen gerecht zu werden. (Kennt ihr das – wenn man ins Schwarze trifft, dann tut es anders weh, als wenn man zu unrecht beschimpft wird?)

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